Informationen und Sachthemen rund um den Dalmatiner

www.animal-learn.de
unter: “Tipps rund um den Hund” finden Sie u.a. die Rubriken
In einer Welt Stille (Taube Hunde)
Das Brustgeschirr
Das Sprühhalsband

www.hovawart-info.de
unter “Sachthemen” finden Sie u.a.
Extrawürste / Ernährungstipps
(Eine tolle Homepage bzgl. Erziehungstipps und Ernährung)

Vereine
www.dalmatiner-ddc.de
www.cdf-dalmatinerverein.de
www.dalmatineronline.de

Informationen rund um den Dalmatiner
www.dalmi-mobil.de
www.dalmatiner.org

Nationale und Internationale Ausstellungsergebnisse mit Fotos
www.showdals-online.com

Vermittlungsstelle von tauben Dalmatinern
www.merlins-punktehaus.de

 

Standardmerkmale des Dalmatiners

Ursprungsland: Kroatien
FCI-Gruppe 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Widerristhöhe: Rüde 56 – 62cm und Hündin 54 – 60cm
Gewicht: Rüde 27 – 32Kg und Hündin 24 – 29Kg
Verwendung: Gesellschaftshund, Familienhund, zur Abrichtung für viele verschiedene Zwecke geeignet.

Der Dalmatiner gehört zu den gesündesten Hunderassen. Sein Körperbau ist harmonisch und ohne Schwerfälligkeit, seine Bewegungen sind kraftvoll und rhythmisch mit ausgreifendem Schritt. Der Dalmatiner ist ein starker, muskulöser und lebhafter Hund mit großer Ausdauer im Laufen. 

Petra Fahrad fahren

Die Pfoten sind rund und fest, sogenannte “Katzenpfoten”. Er hat ein angenehmes und freundliches Wesen, ohne Nervosität oder Aggressivität. Das Fell ist kurz und glatt, die Grundfarbe ist reinweiss. Die Tupfen sind entweder tiefschwarz oder leberfarben. Beim schwarzgetupften Farbschlag sind die Augen dunkelbraun, beim braun getupften mittelbraun bis bernsteinfarben.

Petra u. Ihre Lieblinge

Die Herkunft des Dalmatiners ist bis heute nicht wirklich klar belegt. Abbildungen in altägyptischen Pharaonengräbern, die den Abbildungen auf Gemälden aus dem 16. bis 18. Jahrhundert entsprechen, lassen vermuten, das der Dalmatiner seinen Ursprung im Mittelmeerraum, dem heutigen Kroatien, hat und somit zu den ältesten bekannten Hunderassen zählt. Außerdem soll der Dalmatiner sein ursprüngliches Erscheinungsbild bis heute kaum verändert haben.

Von Kroatien aus gelangte der Dalmatiner wohl mit Seefahrern bis nach Indien. Dort entdeckten sie wiederum Mitarbeiter der East Indien Company, welche den Dalmatiner mir in ihre Heimat nach England nahmen. In England schätzte man die attraktiven Hunde mit ihren eleganten Bewegungen und machte sie zum Begleiter von Pferden und Kutschen. Vermutlich ist der Dalmatiner deshalb auch heute noch in Reiterkreisen so außerordentlich beliebt.    

Petra Bob u. Tammy 1Petra Bob u. Tammy 2

 

Der richtige Dalmatiner-Züchter

Nehmen Sie sich viel Zeit und besuchen Sie mehrere Züchter, um den für Sie Besten auszuwählen. Wichtig ist, daß die Welpen auch Familienanschluß haben und Ihre Umgebung, in der sie aufwachsen, ihnen ausreichend Gelegenheit bietet, um erste Umwelterfahrungen zu sammeln. Dazu gehören u.a. auch eine entsprechend große Freilauffläche, Spielsachen und Kaumaterial (siehe Welpeninfos/Welpenaufzucht).

Gut geprägte und wesensfeste Welpen nähern sich den Besuchern freudig und vertrauensvoll !!

Sie sind wohlgenährt und machen rundherum einen zufriedenen, gesunden Eindruck. Bei sehr scheuen und sehr ängstlichen Welpen ist deshalb Vorsicht geboten!! Lassen Sie sich auch folgendes vom Züchter vorlegen:

Ahnentafel der Elterntiere (VDH anerkannt)
Zuchtzulassungsnachweise
HD Nachweis der Elterntiere

Der richtige Züchter wird viel Zeit für Sie haben und bevor er Ihnen einen Welpen verkauft, ebenfalls prüfen, ob Sie der richtige Käufer zum Wohle seiner Welpen sind. Er wird Sie ehrlich beraten und genau aufzeigen, was auf Sie zukommt, wenn ein Welpe bei Ihnen einzieht. Um den richtigen Welpen, der für Ihre Bedürfnisse in Frage kommt, erkennen zu können, sollten Sie in Absprache mit dem Züchter mehrere Besuche vereinbaren.

Also unser Tipp: Lassen Sie sich Zeit bei Ihrer Entscheidung und sparen Sie nicht am falschen Ende, da Sie sonst die Hundehändler unterstützen, die Missbrauch mit Hunden betreiben.

 

Was Sie beim Kauf eines Dalmatiners beachten sollten

Nur wenn Sie jede der nachstehenden Fragen mit “JA” beantworten können, sollten Sie sich einen Dalmatiner anschaffen.

Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung eines Hundes einverstanden?

Ist die Familie frei von Hundeallergien?

Sind alle bereit, in den nächsten 10 – 15Jahren einen Großteil ihrer Freizeit Ihrem Hund zu opfern?

Ist sichergestellt, daß der Dalmatiner nicht regelmäßig mehr als 5 Stunden am Tag alleine ist?

Sind Sie sich bewußt, daß ein Hund ein nahezu vollwertiges Familienmitglied ist und seine Erziehung und Beschäftigung viel Zeit, Beständigkeit, Geduld und Konsequenz erfordert u. zusätzl. Kosten verursacht?

Verbringen Sie gerne viel Zeit in der freien Natur?
Können Sie gewährleisten, dass Ihr Hund 2-3 mal täglich einen längeren Auslauf erhält?

Haben Sie die Kosten für Tierarzt, Ausstattung, Ernährung, Haftpflichtversicherung u.s.w. einkalkuliert?
(pro Monat lfd. Kosten pro Dalmatiner ca. 50 Euro)

Falls Sie zur Miete wohnen; ist Ihr Vermieter mit der Haltung eines Dalmatiners einverstanden?

 

Das Wesen des Dalmatiners

CHARAKTER: Dalmatiner sind aufgeweckte, intelligente und freundliche Hunde. Sie sind gesellig veranlagt und haben einen ausgeglichenen, stabilen Charakter. Sie hängen sehr an ihrem Besitzer und beobachten ihre Umgebung allzeit interessiert und neugierig. Von daher eignen sie sich nicht für das Leben im Zwinger. Dalmatiner sind aufmerksam und schlagen an, wenn fremde Besucher das Heim betreten oder Gefahr droht.

SOZIALE VERANLAGUNG: Normalerweise sind Dalmatiner sehr gesellig. Mit Artgenossen auf der Straße oder im gleichen Haushalt kommen sie gut aus. Das gleiche gilt auch für Kinder. Der Umgang mit Katzen bereitet keine Probleme, wenn der Dalmatiner daran gewöhnt wurde.

ERZIEHUNG: Der Dalmatiner ist ein guter Schüler, zeigt aber hin und wieder auch eigensinnige Charakterzüge. Durch viel Lob und Lohn (Leckereien), sowie eine abwechslungsreiche Gestaltung der einzelnen Übungen, kann der Dalmatiner zu sehr guten Leistungen gebracht werden. Eine strenge Erziehung ist verpönt, übermäßige Nachsicht aber ebenfalls. Am besten suchen Sie nach einem Mittelweg.

BEWEGUNG: Der Dalmatiner ist traditionell darauf ausgelegt, kilometerweit neben der Kutsche herzulaufen. Ihre Ausdauer ist daher sehr groß, doch heißt das nicht, dass man jeden Tag stundenlang mit ihm spazieren gehen muß. Ein normaler Dalmatiner passt sich gut an “seine” Familie an, doch löst es keine Begeisterung aus, wenn er sich in der Regel mit wenigen sehr kurzen Spaziergängen pro Tag begnügen muß. Empfehlenswert sind mindestens 2 Stunden Auslauf pro Tag. Radtouren, Schwimmen und Umhertollen ohne Leine in Wald und Wiese tun ihm sehr gut.

VERWENDUNGSMÖGLICHKEITEN: Als Familienhund werden Dalmatiner weltweit geschätzt, vor allem in sportlich eingestellten Haushalten. Man kann mit ihnen auch Sportarten wie z.Bsp. Agility und Nasenarbeit (Zielobjektsuche u. Mentrailing) betreiben, solange nicht ausschließlich der Wettbewerb, sondern auch das wechselseitige Vergnügen im Vordergrund steht. Als Reitbegleithund ist der Dalmatiner ebenfalls sehr gut geeignet.

PFLEGE: Wie viele andere Hunde haart der Dalmatiner fast ständig. Die losen Haare lassen sich aber in der Regel leicht entfernen.
 

Hobbyzucht vs. Massenzucht

Ich möchte dieses Thema anhand einer wirklich tragischen Geschichte unterstreichen und hoffe, dass sie viele Menschen dazu bringt, sich Ihrer Verantwortung Tieren gegenüber noch einmal besonders bewusst zu werden.

Schauen sie sich beim Kauf eines Tieres bitte sehr genau Züchter, Zuchtstätte und Aufzuchtbedingungen Ihres künftigen Lieblings an, damit sich Leas Geschichte niemals wiederholen kann.

 

Leas Geschichte

Ich weis nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben. Als sie mich meiner Mutter viel zu früh wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht. Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir, ihnen auf die Nerven ginge.

So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten. All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche, wir sind in einem “Petshop”, einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt.

Einige bellen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch, um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen “oh, sind die süß, ich will eines”, aber dann gehen die Leute wieder fort. Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körper gewichen ist. Ich soll verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als meine kleine Schwester weggeworfen wird. Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft!

Jetzt wird alles gut. Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für mich entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hündchen. Ich heiße jetzt Lea. Ich darf meine neue Familie auch abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und es gibt nichts Schöneres als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagt, es wäre OK, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie und von Herz. Er sprach von wilden Zuchten und, dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen, aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiges Hündchen sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen. In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es “genetisch” und “man kann nichts machen”.

Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr zum trinken aufstehen, nur noch schreien vor Schmerzen. Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein – sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten! Ich kann nicht einmal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken, aber wenigstens erreiche ich ihre Hand.

Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell; ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich …… Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.

Ein Traum: Ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer grossen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie “Auf Wiedersehen” auf die einzig mir mögliche Weise: Mit einem sanften Wedeln u. wohligem Grummeln. Viele glückliche Jahre wollte ich mit euch verbringen, es sollte nicht sein; statt dessen habe ich euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir leid, ich war eben nur eine Händlerware.

Eure Lea